Nach der Moot ist vor der Moot ….

Die MoodleMoot ELmshorn ist jetzt schon wieder fast 2 Wochen vorbei, einige Referenten sind gleich weiter gereist auf die UKMoot, wie ich im Flickr Photoalbum zur UKMoot sehen konnte… gibt es einen Moodle Flying Circus????? Auf der MoodleMoot Seite ist denn auch schon das Logo und die Einladung zur nächsten MoodleMoot im Norden zu sehen, der MoodleMoot in Ilmenau.

Als Organisatoren können wir zufrieden sein mit dem Ablauf der Veranstaltung- von den mit viel Begeisterung aufgenommenen Keynotes von Steve Wheeler,  der für offene Lernwege plädierte, Martin Dougiamas, MoodleChef aus dem Headquarter im australischen Perth, der die neuen Features von moodle 2.0 und die Entwicklung online über Skype erläuterte  und Max Woodtli, der mit der M-Klasse auf neuen Lernwegen unterwegs war.  Steve und Max ergänzten sich in ihren Vorträgen auf wunderbare Weise , was den Blick in eine Zukunft des Lernens und der Chancen von Bildung betrifft. Steve plädierte für eine Öffnung der Bildung und ein Teilen von Wissen – was mit den heutigen Möglichkeiten des mobilen Lernens und der Konnektivität auch überall umsetzbar ist- bei entsprechendem politischem Willen.  Max untersuchte Faktoren – nach einer Studie von John Hattie, die das Pendel des Lernerfolgs in die positive oder negative Seite beeinflussten und manch einer musste zur Kenntnis nehmen, dass eine gute Lernatmosphäre und ein gutes Verhältnis zwischen Lehrenden und Lernenden zu einer höheren Lernerfolgsquote beitragen als ein tiefes Expertenwissen der Lehrperson. Bei vielen Faktoren, die hier angeführt wurden , hatte ich das Gefühl des deja vu- eine Bestätigung dessen, was ich viele Jahre unakademisch aus dem Bauchgefühl heraus gemacht habe….  Die Botschaft war aber auch immer wieder, dass alle unsere Bemühungen mit Moodle wenig fruchten, wenn wir nicht die didaktischen Potentiale eines offenen Lernens damit transportieren. Überhaupt stand in vielen Workshops und Vorträgen diese Sichtweise im Vordergrund, Moodle ist eigentlich nur ein Tool und verändert per se noch nicht die Lernlandschaft. Erst durch den kreativen und offenen Umgang mit diesem Tool können neue Lernszenarien erschlossen werden.

Die Atmosphäre auf dem Campus der Nordakademie war trotz über 300 Teilnehmern überschaubar und sehr familiär  und ideal zum Austausch und zur Bildung von Netzwerken. Mit Skepsis wurden anfangs meine Bemühungen, in einem twitterfeed  #mootDE11n den Verlauf der Tagung durch die Teilnehmer kommentieren und dokumentieen zu lassen, betrachtet und im Gegensatz zu vielen Konferenzen war die “Twitter Community” unter den Teilnehmern auch nicht groß, dennoch kamen nach und nach doch immer neue Twitterer hinzu, die das Medium ausprobieren wollten  und im Laufe der Woche konnte ich das auch an den neuen Followern  feststellen. Während der Keynote von Martin Dougiamas legten immerhin die Twitterer und online User das WLAN soweit lahm, dass die Verbindung nach Australien über ein LAN Kabel gerettet werden musste – leider war dann skype einseitig blockiert….

Die Photos der Moot gibt es als Slideshare aus dem Gruppenpool bei flickr.

Die Photos unseres Konferenzfotografen Daniel gibt es ebenfalls in einem öffentlichen Flickr Album

MoodleMoots kommen immer mit einigen zusätzlichen M’s daher- in Elmshorn war das Müsli, von der ortsansässigen Firma in allen Varianten gespendet.  Sicher eine gesündere Variante als abendliche Mojitos- Kultgetränk unter den Hardcore Moodlern ;-)


Die Jungs von von Graham Attwells Sounds of the Bazaar Live Radio, Klaus Rummler und Dirk Steglitz waren mit dem mobilen Radiosender am Ort des Geschehens und haben mit ihrer Radioshow für Aussenwirkung ( vom Campus bis zum Internet) gesorgt und aktive und passive Akteure der MoodleMoot in Interviews zum Thema neues Lernen gelöchert.
Hier gibts den Blogbeitrag zum ersten Tag und die Interviews dazu.
Interviewt werden Annicka und Moritz vom Student Staff Team, Stephan Rinke, Steve Wheeler, Annabel Lorenz , Martin Kurz, Heinz-Dieter Hirth und Sigi Jakob.
Hier gibts die Interviews zum 2. Tag der Konferenz
Am 2. Tag interviewt Klaus Rummler Thomas Strasser zu Moodle und Web2.0, Christine Pannen zum Einsatz von Moodle in der Grundschule, Vera Kadlec aus Wien zu Gradebook und Notenfeilscherei, Heino Rötten, Systemadmin am KRZN zu Moodle 2.0 und ein Schlusswort von Sigi.

Zu jeder Moodlemoot gehört natürlich auch eine entsprechende Abendveranstaltung mit oder Mojitos, aber mit dem Schlagzeug unseres Moodlers  Sebastian Netta und seiner Jazzer am Saxophon und der Hammond Orgel. Sie begleiteten die Moodler beim Holsteinischen Büffet von Matjes bis Rote Grütze und Rockbier auf dem Beermannschen Hof.

Das war für mich die fünfte MoodleMoot , allerdings die erste, wo ich auch Verantwortung im Orgateam hatte und das ist dann doch eine ganz andere Perspektive. Trotz heftigen Arbeitsanfalls in der letzten heissen Phase und vor Ort hat mir die Arbeit im Team besonders mit Jan Bartelsen und Ralf Hilgenstock viel Freude gemacht und auch viel Spaß gebracht. Dafür den beiden nochmal herzlichen Dank.